Von Treibgut im Meer zu salonfähiger Kleidung

2. Mai 2018

GANT Beacons Projekt

 

Hätte man mich vor dem 03. April 2018 gefragt, was man aus wiedergewonnenem Plastikmüll der Ozeane alles herstellen könne, wäre „Hemden“ das letzte gewesen, woran ich gedacht hätte. Dieser Tag markiert den Start des Beacons Projekt und ist die modische Antwort des us-amerikanischen Unternehmens auf die Verschmutzung der Meere.

Wer sich nicht vorstellen kann, dass nachhaltige Kleidung gut aussieht und zudem auch bequem ist, dem möchte ich folgendes Outfit nahelegen:

So sieht es aus, wenn sich ein Kleidungshersteller entschließt, seinen Teil dazu beizutragen, die Welt besser zu machen: das „Tech Prep™ Bio Chambray Shirt“.

Der Unterschied zu anderen Hemden: es gibt keinen. Optisch wie haptisch fällt es mir als regelmäßiger Hemdenträger nicht auf, dass dieses Exemplar anteilig aus Plastik hergestellt wurde.

Wie geht das?

Für die Produktion arbeitete GANT mit der SEAQUAL™ Organisation zusammen und verarbeitet deren aus Plastikmüll gewonnenes Polyestergarn in ihren Tech Prep™ Shirts.

Neben dieser Zusammenarbeit wurden ferner vollständig neue Designprozesse entwickelt, die Knöpfe & Verpackung aus recyceltem Material hervorbringen und zu Wassereinsparungen bei der Produktion führen.

Der Bezug zum Wasser liegt GANT seit seiner Gründung 1949 an der amerikanischen Ostküste in den Genen und ist seither fester Bestandteil der Markenidentität. Es wird ganz klar Stellung bezogen: „The Ocean’s Business Is Everyone’s Business“, so CMO Brian Grevy. Angetrieben vom Credo „Never Stop Learning“ setzt GANT alles daran, Prozesse nachhaltiger zu gestalten und dadurch die Ozeane für kommende Generationen zu erhalten.

Das Resultat ist eine Kollektion, die als Vorbild für jegliche Hersteller fungiert, ja fast sogar Druck aufbaut nun nachzuziehen.

 

 

Fazit

Meiner Meinung nach lässt der folgende Satz nur ein Fazit zu:

„Der Unterschied zu anderen Hemden: es gibt keinen.“

Wenn also Optik & Haptik zu regulären Hemden identisch ist, bedeutet das: um seinen eigenen Teil zur Nachhaltigkeit beizusteuern, bedarf es keinen Mehraufwand für den Endkonsumenten. Es bleibt beim Kauf eines Hemdes; es ändert sich nichts.

Für mich zumindest ist es das erste Mal, dass man sich für umweltfreundliches Engagement nur gut anziehen muss.

So schick kann Nachhaltigkeit sein.

 

GANT CMO Brian Grevy