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Justus Hansen

GANT Beacons Projekt

 

Hätte man mich vor dem 03. April 2018 gefragt, was man aus wiedergewonnenem Plastikmüll der Ozeane alles herstellen könne, wäre „Hemden“ das letzte gewesen, woran ich gedacht hätte. Dieser Tag markiert den Start des Beacons Projekt und ist die modische Antwort des us-amerikanischen Unternehmens auf die Verschmutzung der Meere.

Wer sich nicht vorstellen kann, dass nachhaltige Kleidung gut aussieht und zudem auch bequem ist, dem möchte ich folgendes Outfit nahelegen:

So sieht es aus, wenn sich ein Kleidungshersteller entschließt, seinen Teil dazu beizutragen, die Welt besser zu machen: das „Tech Prep™ Bio Chambray Shirt“.

Der Unterschied zu anderen Hemden: es gibt keinen. Optisch wie haptisch fällt es mir als regelmäßiger Hemdenträger nicht auf, dass dieses Exemplar anteilig aus Plastik hergestellt wurde.

Wie geht das?

Für die Produktion arbeitete GANT mit der SEAQUAL™ Organisation zusammen und verarbeitet deren aus Plastikmüll gewonnenes Polyestergarn in ihren Tech Prep™ Shirts.

Neben dieser Zusammenarbeit wurden ferner vollständig neue Designprozesse entwickelt, die Knöpfe & Verpackung aus recyceltem Material hervorbringen und zu Wassereinsparungen bei der Produktion führen.

Der Bezug zum Wasser liegt GANT seit seiner Gründung 1949 an der amerikanischen Ostküste in den Genen und ist seither fester Bestandteil der Markenidentität. Es wird ganz klar Stellung bezogen: „The Ocean’s Business Is Everyone’s Business“, so CMO Brian Grevy. Angetrieben vom Credo „Never Stop Learning“ setzt GANT alles daran, Prozesse nachhaltiger zu gestalten und dadurch die Ozeane für kommende Generationen zu erhalten.

Das Resultat ist eine Kollektion, die als Vorbild für jegliche Hersteller fungiert, ja fast sogar Druck aufbaut nun nachzuziehen.

 

 

Fazit

Meiner Meinung nach lässt der folgende Satz nur ein Fazit zu:

„Der Unterschied zu anderen Hemden: es gibt keinen.“

Wenn also Optik & Haptik zu regulären Hemden identisch ist, bedeutet das: um seinen eigenen Teil zur Nachhaltigkeit beizusteuern, bedarf es keinen Mehraufwand für den Endkonsumenten. Es bleibt beim Kauf eines Hemdes; es ändert sich nichts.

Für mich zumindest ist es das erste Mal, dass man sich für umweltfreundliches Engagement nur gut anziehen muss.

So schick kann Nachhaltigkeit sein.

 

GANT CMO Brian Grevy

 

„Wie baue ich mir eine gute Garderobe auf?“ war eine der Fragen die ich per Mail von einem Follower erhielt: Dominic Zarlengo, 29-jähriger Arzt in Chicago.

Er hatte nicht viele, jedoch sehr grundlegende Fragen mit denen wir alle schon zu kämpfen hatten oder noch haben. Vor einigen Jahren war ich am selben Punkt und konnte mich daher entsprechend gut in seine Lage versetzen. Meine Antworten fielen daher lang aus. Auf halbem Weg dachte ich mir plötzlich „was ich jetzt gerade tue ist genau das, was ich auf meinem Blog machen will: meinen Leute in die Themen Stil und Männermode einführen, Ratschläge geben und dabei helfen ihre Garderobe von Anfang an mit aufzubauen.“

Ich fragte Dominic um Erlaubnis, er – Gott sei Dank – stimmte zu, und ich erstellte einen nicht ganz so gewöhnlichen Blogpost. Dieser Eintrag besteht einzig und allein aus der E-Mail die ich von Dominic erhielt und meiner Antwort.

Lasst mich wissen ob es auch euch half!

 

Je bedeutender das Ereignis, desto eher erinnert man sich. Was ich gestern, am 14. September 2017, gemacht oder auch nur gegessen habe weiß ich erst nach kurzer Überlegung. Einen Tag davor- schon schwierig! Und was sich 2 Monate zuvor am 14. Juli abgespielt hat: für immer gelöscht und überschrieben. Warum sollte ich also wissen was sich vor 228 Jahren an diesem Tag ereignet hat?!
Da haben wir es aber – ein geschichtlich bedeutendes Ereignis.

 

 

Der Sturm auf die Bastille. Am Vormittag des 14. Juli 1789 nahm das Pariser Volk des 3. Standes sein Schicksal selbst in die Hand und stürmte die berüchtigte Bastille um an die dort gelagerten 30.000 Pfund Schießpulver zu gelangen. Schon um 17:00 Uhr war die Festung eingenommen – der gemeine Franzose wild entschlossen sein Leben zu lassen für die bürgerlichen Freiheitsrechte. Der Tag also, an dem die französische Revolution begann.
Geburtsstunde: „Liberté, Egalité, Fraternité“.

Ich hörte von diesem Datum bisher genau zweimal in meinem Leben:

Das erste Mal in der Schule: 8. Klasse, Geschichtsunterricht am Montag, 5. und 6. Stunde. Negative Erinnerung. Das zweite Mal: Grey Goose lädt ein auf den „Bastille Day“ mit sommerlichen Cocktails auf der Dachterrasse vom SoHo House Berlin anzustoßen. Positive Erinnerung.
Optimistisch wie wir sind, bleiben wir bei der zweiten, positiven Erinnerung.

 

 

Ich hoffe, ich enttäusche euch nicht wenn ich vorwegnehme, dass der „Sturm auf die Bastille“ des Jahres 2017 in Berlin etwas anders verlief als damals in Paris.
Es handelte sich bei dem Schauplatz nicht um die 200 Jahre alte, als Gefängnis dienende Festung, sondern das wohlbekannte Soho House. Das aufgebrachte Volk tauschte mit geladenen Gästen des Hotels, sowie einer Hand voll Bloggern (samt mir). Auch wenn es sich nicht um Schießpulver und Munition handelte die uns lockten war der Köder, der Ansporn die Dachterrasse des Soho House zu erklimmen (anders: die Bastille zu stürmen), ein schöneres und vor allem friedlicheres Äquivalent: die Spirituose „Grey Goose Vodka“, bereitgestellte Zutaten für Signature Cocktails wie den „Le Grand Fizz“, sowie allerlei Häppchen französischer Art.

 

 

Damals war es der Kommandant der Truppen von Paris, Baron de Besenval, welcher die Verlagerung der Schießpulvervorräte in die Bastille veranlasste.Nun der renommierte Barkeeper und „Atelier of Taste“-Member „Nouri“ (Noureddine Elmoussaoui), der verantwortlich war für den richtigen Mix aus Sweet & Sour, Limonade & Fizz.

 

 

Leider endet hier die Möglichkeit weitere Vergleiche zu ziehen, da der Verlauf des Abends weder die Befreiung Gefangener (damals lediglich 4 Geldfälscher, 2 Geisteskranke und 1 verbannter Graf), noch den Abriss des Soho Houses barg.
Auch wenn der 14. Juli diesen Jahres von Grund auf anders verlief als zu Zeiten Ludwig XVI., wurde der Quintessenz der französischen Revolution rückblickend gebührend Rechnung getragen:
die Dachterrasse vermittelte ein Gefühl von Freiheit, wir feierten zusammen auf der Ebene von Gleichheit und beendeten den Abend in Brüderlichkeit. Liberté, Egalité, Fraternité.

 

À bientôt,
Justus

 

 

Post Scriptum: Warum so wenige Bilder? Grund dafür ist, dass die Hausordnung des SoHo Houses stricktes Handy- & Kameraverbot auf der Dachterrasse vorschreibt. Die Privatsphäre der Mitglieder steht an oberster Stelle, sodass wir nur ausnahmsweise für wenige Minuten Fotos aufnehmen durften. Voraussetzung: es ist keine Person (außer man selbst) auf den Bildern zu sehen.
Auch wenn nachteilig für mich/ euch, schätze ich diese Regel sehr!

BLÄTTERT MAN durch das renommierte Männermagazin  „GQ Germany“, löst eine Story die nächste ab, das Interview mit dem CEO eines börsennotierten Unternehmens steht dicht an dicht mit der Kinosensation des nächsten Monats. Als ich die neue Ausgabe der GQ-Germany studierte, kam ich jedoch zwischen zwei Artikeln zum Halt: Ein Formatfüllendes Bild der Marke „Grey Goose“.
So sicher und freudig wie der Ornithologe eine Zwergseeschwalbe am Himmel ausmacht, wusste ich ebenso schnell welches Getränk sich dort vor mir schön drapiert auf Marmorstein befand: der Signature Cocktail „Le Grand Fizz“. Ich musste einen Moment innehalten und schmunzeln. Ich war nämlich kurz davor diese Geschichte hier niederzuschreiben, eine Geschichte die sich in der Nacht vom 5.- auf den 6. Juli in Berlin abspielte und eben diese Komponenten als Hauptdarsteller anführt: GQ Germany, Grey Goose und sommerliche Cocktails.

1997 – ein Jahr, dass allein dadurch Potential entfaltet sich in das Gedächtnis eines Mannes zu brennen, bedenkt man, dass dies das Gründungsjahr der „GQ Germany“, eines der meistgelesenen Männermagazine der Welt ist. Ungeachtet der Gründung dieses printmedialen Schwergewichts fällt auch die Entstehung von „Grey Goose Vodka“ in dieses Jahr und birgt damit ein kulinarisches Novum, welches sich einen Namen als „World’s Best Tasting Vodka“ gemacht hat und nicht mehr aus den Regalen heutiger Bars wegzudenken ist.
Ein gutes Jahr, also.
Genau zwei Jahrzehnte später lud das Magazin daher in Partnerschaft mit Grey Goose während der Berlin Fashion Week zur Abendveranstaltung  „GQ Mension“ ein. Geladen war: Alles, was in Deutschland Rang & Namen hat. Und ich.
Auf ging’s nach Berlin.


Berlin, 5.06.2017 – Rooftop Hotel Zoo
Wie sicher vielen von euch aufgefallen ist, arbeite ich nun schon länger mit der Marke Grey Goose zusammen. Meinen Instagram-Feed als Zeuge haben wir schon einige meilensteinartige Events zusammen erlebt, sodass nach und nach ein Zugehörigkeitsgefühl entstand. Und wie es in der Social Media Welt so üblich ist, bringen meine Kollegen und ich dies mit #GreyGooseFamily seither auch zum Ausdruck.
Um uns dieses familiäre Gefühl beizubehalten, fanden wir uns daher am Abend des Events zunächst für ein Get-Together-BBQ auf der Dachterrasse des Hotel Zoo ein. An dieser Stelle eine phantasieanregende Frage die zugleich deskriptiv für diese Zeit vor der eigentlichen Party ist:

Lässt sich ein großstädtischer Sommerabend besser ausklingen (in diesem Fall auch einleiten) als mit Häppchen in der linken, sommerlichem Cocktail in der rechten Hand, lachend mit Freunden über den Dächern der Stadt?
  • kreative Vorschläge gerne als Kommentar hinterlassen

 

GQ Mension
(Nein, es ist kein Schreibfehler. Die Veranstaltung hieß tatsächlich „Mension“ und nicht „Mansion“.)
Abfahrt zur „Austerbank“. Reiseziel: „GQ-Mension“.
Am Security Check und Blitzlichtgewitter vorbei, fühlte es sich an als würde ich Berlin hinter mir lassen und in eine neue Welt eintreten. Es war, wie sich damals auf Papas Schoß ein riesiges Bilderbuch anzuschauen: Alles prunkvoll, wunderschön, überall Farben, verschiedene Szenerien soweit das Auge reicht. Wo beginne ich, was schaue ich mir als erstes an?
An dieser Stelle einen Dank an die architektonische Raffinesse der Austernbank. Aufgeteilt in 3 Ebenen (Eingang als höchste, Tanzfläche als niedrigste), konnte ich zunächst meinen Blick schweifen lassen um mir einen Überblick zu verschaffen. Und tatsächlich, das Publikum war so hochkarätig wie angekündigt. Von den höchsten GQ-Verantwortlichen bis hin zu deutschen Stars aus Film- und Fernsehen war alles vertreten. Eines jedoch hatten alle gemein: den dezent blauen Schimmer auf Ihren Gesichtern, ausgehend von lumineszierenden Grey Goose Schriftzügen an der Wand. Wäre ich ein Pilot, würde ich sie als meine Rollbahnlichter beschreiben; ich wusste also wo ich lang musste.
Als ich dem leuchtend blauen Schriftzug der Spirituose folgte, sah ich schon von einiger Entfernung einen silbernen Shaker durch die Luft fliegen. Ein sicheres Zeichen für eine Bar. Und bei der Geschwindigkeit in der sich Shaker, Spirituose, Glas und Eiswürfel abwechselten: ein begabter Bartender. Ich hatte schon eine Vermutung wer dort am Werk war und fand diese spätestens dann bestätigt, als ich zwei unterschiedliche Kopfbedeckungen ausmachte: einen schräg sitzenden, lässigen Hut und eine Kochmütze, wie sie Chefköche tragen. Das konnte nur ein weiterer Teil der Grey Goose Family sein, das Team des „Atelier of Taste“.
 

In ständiger Bemühung geschmackliche Neuheiten in Verbindung mit der französischen Luxusmarke zu kreieren und dessen kulinarische Vielfalt noch deutlicher hervorzubringen, erschuf Grey Goose im Sommer diesen Jahres das „Atelier of Taste“. Zu Gast in „Le Logis“, dem  hauseigenen Anwesen von Grey Goose im Herzen der Cognac Region,  kreierten  unter anderem der Bartender Nourredine „Nouri“ Elmoussaoui und zwei Sterne Koch Sebastian Frank raffinierte Kombinationen aus dem Grey Goose Klassiker „Le Grand Fizz“ und hierzu korrespondierende Canapées.
 
Ergebnis dieses kreativen get togethers war unter anderem der Drink „Petites Gorgées“, serviert in einer Austernschale,  dazu ein Canapé aus gehackter Auster in Schinkenkaramellsud.

Was ich geschmacklich von diesem Menü halten sollte, teilte mir mein Körper mit einem strategischen Vorschlag des Magens an das Hirn mit, den sicher alle zu gut kennen: „Versuch das maximale herauszuholen ohne Unverschämt zu wirken!“.  Ein sympathisches Gerangel; Komplimente an den Koch.
Alles in allem war es schon surreal. Ich stand da mit meinem Drink in der Hand, hinter mir die Blitzlichter an der Eingangstür, neben mir diese Geschmackskünstler zwischen edel drapierten Austernhälften, vor mir die Tanzfläche voll bedeutender Persönlichkeiten. Der Abend war derart eindrucksreich, dass ich nicht nur immer wieder gerne daran zurückdenken werde, sondern aufgrund der vielen auch unterbewusst gesammelten Eindrücke immer wieder neue Facetten entdecke. Gesellt sich zu diesem sinnieren dann noch ein „Petites Georgées“ oder ein „Le Grand Fizz“, „schmecke“ ich dieses Erlebnis quasi schon wieder auf den Lippen und bin gedanklich erneut auf der Party, stehe an der Bar und stoße mit den Gästen der Häuser „Grey Goose“ und „GQ“ auf das 20. Jubiläum an.

Was würdet Ihr tun wenn euch Jimmy Choo zu einem Cocktail Event einlädt? Ganz meiner Meinung! Geehrt würden wir das Angebot annehmen und uns auf den Weg machen.

Da war ich also, den Zug von Mainz nach München nehmend, von dort aus dann 40 Minuten per Shuttle Service (Vielen Dank übrigens!) zum Jimmy Choo Store der sich in Ingolstadt Village befindet.

An dieser Stelle ein kurzer Einwurf: ich startete diesen Blog aus dem Grund euch Zugang zu meiner eigenen Sichtweise auf Männermode zu geben, euch durch Tipps und Tricks zu zeigen wie man was tragen kann und wo man es bekommt. Daher unerlässlich und erster Tipp zur Lösung des Rätsels „WO kaufe ich ein?!“ ist eine Kurzbeschreibung des Konzeptes Ingolstadt Village und Wertheim Village.

Heruntergebrochen kann man Ingolstadt Village und Wertheim Village als kleine, luxuriöse Städte beschreiben, jede für sich aus mehr als 110 internationalen Luxusboutiquen bestehend. Anzutreffen sind Hochkaräter wie Bally, Escada und Jimmy Choo natürlich. Ausgestattet mit Restaurants, Cafés und Angeboten wie persönliche Einkaufsberater, bieten diese Städtchen alles was das Herz begehrt.
Der größte Vorteil jedoch ist der Fakt, dass die „Villages“ dieselbe Athmosphäre bieten wie die exklusiven Einkaufsstraßen der Großstädte, jedoch völlig frei vom Alltagsstress des Berufslebens sind. Kein Verkehr, kein Gedränge – lediglich gleichgesinnte mit dem Ziel, einen entspannten Tag zu verbringen und von Boutique zu Boutique zu schlendern. Findet man das Objekt der Begierde nicht in der einen Boutique, probiert man es einfach 20 Meter links. Oder rechts! Ein Vorteil für den man sonst den Kompromiss eines kalten und wenig einladenden Einkaufszentrums eingehen muss. Wer entscheidet sich da nicht gerne für die Freiluftvariante mit dem Charme einer verschlafenen Kleinstadt?

 

 

Nach einer Erkundungstour des Village und, da bin ich ehrlich, ich in der ein oder anderen Boutique schwach geworden bin, betrat ich den Store von Jimmy Choo; Gastgeber des Abends.
Wir können uns sicher die Hand geben bezüglich der Annahme, dass Jimmy Choo, 1996 gegründet, Schuhfabrikant allein für den weiblichen Fuß ist. Wir liegen Falsch!

 

Woher kommt dieses Gerücht? Ich habe diesbezüglich ein wenig recherchiert und fand heraus, dass die Marke vor allem bekannt wurde weil sie häufig in der TV-Sendung „Sex and the City“ erwähnt wurde. Kein Wunder dass wir sie sofort mit Frauen verbinden, nicht wahr..?

Der Laden schindete Eindruck! Aufgrund der hellen und goldenen Farbnuancen der Einrichtung strömte er, ganz wie man vom Design der Schuhe gewöhnt ist, eine ruhige und zurückhaltende Eleganz aus. Den ersten Eindruck hinter mir lassend, nahm ich die Männerkollektion unter die Lupe. (Tut mir leid Mama aber dein Lieblingspaar war nicht verfügbar. Versprochen!)

 

Links gehandicapt durch einen Drink unseres privaten Barkeepers für den Abend blieb mir nur die rechte Hand um die Kollektion genauer inspizieren zu können. Wie man den Bildern entnehmen kann war sie ein vorsichtig aber ebenso präziser Hybrid aus sportlich-lässig und eleganten Stücken, demnach genau das was mir gefällt: Schuhe für jeden Anlass.
Da Ihr mich und meinen Stil schon von Instagram kennt, könnt ihr euch schon denken für welches Paar Schuhe sich „Justus F. Hansen“ entscheiden würde…Tassel Loafers! Als ich den schwarz wildledernen Schuh sah, wusste ich, dass dies mein Favorit wird.

 

 

Nach ein paar weiteren Kaltgetränken alkoholischer Art und – wie immer mein Favorit – sehr anregenden Gesprächen zum Thema „Männermode“, ging ich noch einmal durch das Village, schaute mir die Schaufenster an und nahm dann das Shuttle zurück zum Hotel. Wie es der Zufall so will blitzten mir auch hier wieder einige Stücke entgegen die mir zu Tage wohl entgangen sind. Und da alle Boutiquen das ganze Jahr bis zu 60% rabattierte Preise anbieten, wird dieser Besuch defintiv nicht mein letzter gewesen sein!

Wer bin ich eigentlich?

Der Löwenanteil von euch ist sicher durch mein Instagram-Profil „justusf_hansen“ auf meinen Blog aufmerksam geworden; Ihr wisst also wie ich heiße, wie alt ich bin und aufgrund von mittlerweile über 1.000 hochgeladenen Bildern auch wie ich aussehe und mit welchem Thema sich dieser Blog beschäftigen wird: Meiner ganz persönlichen Sichtweise auf das Thema Mode & Lifestyle.

Für den Rest fange ich aber gerne ganz von Vorne an:

Mein Name ist Justus Frederic Hansen, 25-jähriger Jurastudent in (aber nicht aus) Mainz und seit mittlerweile etwa 3 Jahren auf Instagram aktiver „Influencer“. Ehrlich gesagt mochte ich den Begriff nie wirklich. Ich sehe mich nicht als „Influencer“. Jemanden zu „beeinflussen“ ist mir eine Spur zu aggressiv. Zu lenkend. Irgendwo auch zu selbstbewusst. Vielmehr möchte ich mit meinen Outfits und Bildern „inspirieren“. Inspirieren ist deshalb der passendere Begriff und das langfristig interessantere Ziel, weil ich mit meiner Seite, meinen Outfits und meiner Sichtweise nur Denkanstöße geben möchte, einen Grundstock an Ideen auf denen man aufbauen kann und über kurz oder lang den Weg zum eigenen Stil findet.

Es ist zwar möglich und im Einzelfall auch völlig in Ordnung Ideen (auf meinen Blog angewandt meine ich: Outfits) zu kopieren, letztlich stimmt Ihr mir aber sicher zu dass es deutlich erfüllender ist und erst richtig Spaß macht, wenn man an sich herunterschaut und sagen kann: „Dieses Outfit habe ich SELBST kreiert!“.

Aller Anfang ist schwer! Aber dazu gibt es ja jetzt mich. Und meinen Blog.

 

 

Wieso interessiere ich mich als Mann überhaupt für Mode?

Welche Stereotypen Ihr auch im Kopf hattet – keine davon treffen zu. Meine Geschichte ist eigentlich eine ganz lustige. Und zwar:

Prinzipiell habe ich mich schon immer für das Thema Mode interessiert. Meine Mutter zeigte mir ein Foto  welches bewies dass ich schon im Kindergarten den Hang zum überlegten kleiden bewies:

Am Tag als der Fotograf zu uns kam, kreierte ich mein erstes eigenes Outfit. Schließlich wollte ich ja besonders gut aussehen! Selbstbewusst kombinierte ich meine Mickey Mouse Krawatte mit elastischem Verschluss zu einem Poloshirt. Teddy in der Hand. Ferrari Spielzeugauto auf dem Tisch.

Klingt merkwürdig, ich weiß. Meine Mutter sagte dazu: „Immer wenn du stolz auf etwas warst, hast du den Hals eingezogen und ganz verschmitzt gegrinst. An diesem Tag warst du stolz wie Bolle!“

Vielleicht füge ich auch irgendwann mal an dieser Stelle das beschriebene Foto ein.

Der nächste, noch wichtigere Schritt der für meinen heutigen Stil richtungsweisend war fand jedoch viel später in der Schule, 12. – 13. Klasse, statt.

Entgegen dem Eindruck den viele von mir haben war ich ein schlechter und zudem schwieriger Schüler. Ich hatte schlichtweg kein Interesse an dem was uns beigebracht werden sollte. Geschwänzt habe ich nie, das hat sich meiner Meinung nach nicht gehört. Zum zuhören hat es jedoch auch nicht gereicht. Ich war der Klassenclown, Störenfried der letzten Reihe. Ich habe immer meine Witzchen gerissen und bin, da ich meine Lehrer nicht als Autoritätspersonen anerkannt habe, ständig mit Ihnen aneinander geraten. Rückblickend war es nicht richtig und sogar unreif.

Nichtsdestotrotz war ich wie ich war und kam irgendwann zu dem Punkt an dem ich mich fragte: „Was kann ich tun, um den Lehrern das MAXIMUM an Dorn im Auge zu sein?“

Und genau hier kam meine Leidenschaft zur Kleidung wieder ins Spiel. Ich dachte mir, das einzige was einen Lehrer neben meinen Witzen und sonst fehlender Beteiligung am meisten aufregen würde ist, wenn ich mich obendrein noch gut kleide! Ich hatte meinen Plan gefunden.

Sodann fing ich an immer mit Hemd und Sakko in die Schule zu gehen. Dazu trug ich entweder eine Krawatte, ab und an auch gerne mal eine Fliege.

Da saß ich nun, Störenfried Nummer 1 und dazu so adrett-auffällig mit Hemd, Sakko & Krawatte gekleidet, dass es aussah als ob ich im Matheunterricht so geübt wurzeln ziehe wie manch ein anderer zu dieser Zeit beim Handyspiel „FarmVille“. Dieser Kontrast konnte nur negativ auffallen. Ich war, spätestens seit dem, der Lehrer größtes Ärgernis.

Selbstverständlich musste ich dann auch die 12. Klasse, da ich laut Oberstufenleiter „nicht reif für die Oberstufe“ war, wiederholen.

Aus der Schule raus, ging es bis zum heutigen Stand dann ohne weitere Zwischenfälle dieser Ar. Da mein Schnitt relativ schlecht war wurde ich nur per Nachrückverfahren zum Jurastudium in Mainz zugelassen. Nicht mein Favorit, aber den Preis musste ich zahlen.

Seit ich anfing mich in der Schule „schicker“ zu kleiden, verließ mich die Leidenschaft zu Sakkos, Hemden und Krawatten nicht mehr. Im Gegenteil, je älter ich wurde und damit der Kleidungsstil immer passender zu meinem Alter, beschäftigte ich mich intensiver mit meiner Kleidung und eignete mir über die Jahre – mit diversen Fehlversuchen – mein eigenes Verständnis zu Farbkombinationen, Schnitt und Material der Kleidung an.

Es ist ein ständiger Prozess. Was ich heute schön finde, gefällt mir vielleicht schon morgen nicht mehr. In dieser Hinsicht ist es ein wenig frustrierend, bedenkt man, dass man quasi nie einen Zustand erreicht mit dem man auch in Zukunft rückblickend zufrieden sein wird. Das wichtigste ist aber, dass man durch diesen Prozess ein immer besser werdendes Verständnis dafür aufbaut, was einem selbst gefällt und was zu einem passt. Und je besser man darin wird, desto eher erreicht man den Zustand, ein durchgehend selbstbewusstes Gefühl bei der Wahl seiner Kleidung zu haben.

Denn meiner Meinung nach ist ein Outfit vor allem dann treffend kombiniert, wenn sich der Träger wohlfühlt und ein Lächeln auf den Lippen trägt.

Schauen wir doch mal, ob wir diesen Zustand zusammen erreichen können.