Startschuss

7. August 2017
Wer bin ich eigentlich?

Der Löwenanteil von euch ist sicher durch mein Instagram-Profil „justusf_hansen“ auf meinen Blog aufmerksam geworden; Ihr wisst also wie ich heiße, wie alt ich bin und aufgrund von mittlerweile über 1.000 hochgeladenen Bildern auch wie ich aussehe und mit welchem Thema sich dieser Blog beschäftigen wird: Meiner ganz persönlichen Sichtweise auf das Thema Mode & Lifestyle.

Für den Rest fange ich aber gerne ganz von Vorne an:

Mein Name ist Justus Frederic Hansen, 25-jähriger Jurastudent in (aber nicht aus) Mainz und seit mittlerweile etwa 3 Jahren auf Instagram aktiver „Influencer“. Ehrlich gesagt mochte ich den Begriff nie wirklich. Ich sehe mich nicht als „Influencer“. Jemanden zu „beeinflussen“ ist mir eine Spur zu aggressiv. Zu lenkend. Irgendwo auch zu selbstbewusst. Vielmehr möchte ich mit meinen Outfits und Bildern „inspirieren“. Inspirieren ist deshalb der passendere Begriff und das langfristig interessantere Ziel, weil ich mit meiner Seite, meinen Outfits und meiner Sichtweise nur Denkanstöße geben möchte, einen Grundstock an Ideen auf denen man aufbauen kann und über kurz oder lang den Weg zum eigenen Stil findet.

Es ist zwar möglich und im Einzelfall auch völlig in Ordnung Ideen (auf meinen Blog angewandt meine ich: Outfits) zu kopieren, letztlich stimmt Ihr mir aber sicher zu dass es deutlich erfüllender ist und erst richtig Spaß macht, wenn man an sich herunterschaut und sagen kann: „Dieses Outfit habe ich SELBST kreiert!“.

Aller Anfang ist schwer! Aber dazu gibt es ja jetzt mich. Und meinen Blog.

 

 

Wieso interessiere ich mich als Mann überhaupt für Mode?

Welche Stereotypen Ihr auch im Kopf hattet – keine davon treffen zu. Meine Geschichte ist eigentlich eine ganz lustige. Und zwar:

Prinzipiell habe ich mich schon immer für das Thema Mode interessiert. Meine Mutter zeigte mir ein Foto  welches bewies dass ich schon im Kindergarten den Hang zum überlegten kleiden bewies:

Am Tag als der Fotograf zu uns kam, kreierte ich mein erstes eigenes Outfit. Schließlich wollte ich ja besonders gut aussehen! Selbstbewusst kombinierte ich meine Mickey Mouse Krawatte mit elastischem Verschluss zu einem Poloshirt. Teddy in der Hand. Ferrari Spielzeugauto auf dem Tisch.

Klingt merkwürdig, ich weiß. Meine Mutter sagte dazu: „Immer wenn du stolz auf etwas warst, hast du den Hals eingezogen und ganz verschmitzt gegrinst. An diesem Tag warst du stolz wie Bolle!“

Vielleicht füge ich auch irgendwann mal an dieser Stelle das beschriebene Foto ein.

Der nächste, noch wichtigere Schritt der für meinen heutigen Stil richtungsweisend war fand jedoch viel später in der Schule, 12. – 13. Klasse, statt.

Entgegen dem Eindruck den viele von mir haben war ich ein schlechter und zudem schwieriger Schüler. Ich hatte schlichtweg kein Interesse an dem was uns beigebracht werden sollte. Geschwänzt habe ich nie, das hat sich meiner Meinung nach nicht gehört. Zum zuhören hat es jedoch auch nicht gereicht. Ich war der Klassenclown, Störenfried der letzten Reihe. Ich habe immer meine Witzchen gerissen und bin, da ich meine Lehrer nicht als Autoritätspersonen anerkannt habe, ständig mit Ihnen aneinander geraten. Rückblickend war es nicht richtig und sogar unreif.

Nichtsdestotrotz war ich wie ich war und kam irgendwann zu dem Punkt an dem ich mich fragte: „Was kann ich tun, um den Lehrern das MAXIMUM an Dorn im Auge zu sein?“

Und genau hier kam meine Leidenschaft zur Kleidung wieder ins Spiel. Ich dachte mir, das einzige was einen Lehrer neben meinen Witzen und sonst fehlender Beteiligung am meisten aufregen würde ist, wenn ich mich obendrein noch gut kleide! Ich hatte meinen Plan gefunden.

Sodann fing ich an immer mit Hemd und Sakko in die Schule zu gehen. Dazu trug ich entweder eine Krawatte, ab und an auch gerne mal eine Fliege.

Da saß ich nun, Störenfried Nummer 1 und dazu so adrett-auffällig mit Hemd, Sakko & Krawatte gekleidet, dass es aussah als ob ich im Matheunterricht so geübt wurzeln ziehe wie manch ein anderer zu dieser Zeit beim Handyspiel „FarmVille“. Dieser Kontrast konnte nur negativ auffallen. Ich war, spätestens seit dem, der Lehrer größtes Ärgernis.

Selbstverständlich musste ich dann auch die 12. Klasse, da ich laut Oberstufenleiter „nicht reif für die Oberstufe“ war, wiederholen.

Aus der Schule raus, ging es bis zum heutigen Stand dann ohne weitere Zwischenfälle dieser Ar. Da mein Schnitt relativ schlecht war wurde ich nur per Nachrückverfahren zum Jurastudium in Mainz zugelassen. Nicht mein Favorit, aber den Preis musste ich zahlen.

Seit ich anfing mich in der Schule „schicker“ zu kleiden, verließ mich die Leidenschaft zu Sakkos, Hemden und Krawatten nicht mehr. Im Gegenteil, je älter ich wurde und damit der Kleidungsstil immer passender zu meinem Alter, beschäftigte ich mich intensiver mit meiner Kleidung und eignete mir über die Jahre – mit diversen Fehlversuchen – mein eigenes Verständnis zu Farbkombinationen, Schnitt und Material der Kleidung an.

Es ist ein ständiger Prozess. Was ich heute schön finde, gefällt mir vielleicht schon morgen nicht mehr. In dieser Hinsicht ist es ein wenig frustrierend, bedenkt man, dass man quasi nie einen Zustand erreicht mit dem man auch in Zukunft rückblickend zufrieden sein wird. Das wichtigste ist aber, dass man durch diesen Prozess ein immer besser werdendes Verständnis dafür aufbaut, was einem selbst gefällt und was zu einem passt. Und je besser man darin wird, desto eher erreicht man den Zustand, ein durchgehend selbstbewusstes Gefühl bei der Wahl seiner Kleidung zu haben.

Denn meiner Meinung nach ist ein Outfit vor allem dann treffend kombiniert, wenn sich der Träger wohlfühlt und ein Lächeln auf den Lippen trägt.

Schauen wir doch mal, ob wir diesen Zustand zusammen erreichen können.

4 Comments

  • 12 Monaten ago

    Hi Justus,
    habe langersehnt auf deinen Blog gewartet! Nun ist es endlich soweit. Dein Schreibstil gefällt mir und deine Geschichte hat mir ein Lächeln auf die Lippen gelegt;
    besonders in diesem Satz erkenne ich mich zu gut wieder:
    „Ich habe immer meine Witzchen gerissen und bin, da ich meine Lehrer nicht als Autoritätspersonen anerkannt habe, ständig mit Ihnen aneinander geraten. Rückblickend war es nicht richtig und sogar unreif.“
    Beste Grüße
    GERRIUNIQUE

  • Shenol
    11 Monaten ago

    Starke Leistung Justus??Dein Blog wirklich der Hammer??
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg?

    Hau rein??

    Shenol

  • admin
    11 Monaten ago

    Test Comment.

  • Noel
    10 Monaten ago

    Servus Justus,

    verfolge deine IG-Seite schon etwas länger und finde deinen Style echt dope, jetzt diese Geschichte noch dazu – sehr geil :’D

    Viel Erfolg mit deinem Blog,

    Und beste Grüße
    Noel

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